Candle lighting, Zimt und Weihnachten

Jedes Jahr, inmitten der von zimterfüllten vorweihnachtlichen Zeit, verlieren wir uns in der Hektik der Weihnachten: Konsum, Konsum, Konsum- ich enthalte mich hier nicht. Wahrscheinlich bin ich der am schlimmsten dem Kapitalismus verfallene Mensch. Nun gut. Was schon immer so war, wird sich auch heute auf die Schnelle nicht ändern.

Es ist also der alljährliche zweite Dezembersonntag in diesem Jahr, 12 days to Christmas (sing sing sing-ich hoffe, ihr habt jetzt alle einen schrecklichen Ohrwurm) , Panik wegen des bevorstehenden Harten-Lockdowns, schnell noch die letzten Geschenke online kaufen und dabei höre ich die x-te Christmas Playlist auf Youtube- grad läuft- „Mele Kalikimaka“- soll auf hawaiianisch „Frohe Weihnachten“ heißen. Während ich also dieser Random ausgesuchten Liste zuhöre, versuche ich einige Gedanken zu fassen.

Es ist also schon wieder der zweite Dezembersonntag in diesem Jahr. Bis vor acht Jahren, war mir nicht einmal bewusst, dass dieser Sonntag jedes Jahr, für einige unserer Mitmenschen einen sehr besonderen Tag markiert. Es ist der weltweite Candle-Lighting Day- und obwol der Tag schon fast festlichen Charakter angenommen hat, hat er nichts mit einem spezifischen religiösen oder kulturellen Background zu tun. Worum geht es an diesem Tag, so ganz pragmatisch, praktisch:

Überall auf der Welt, wird um 19 Uhr abends eine Kerze ans Fenster gestellt, um den Verlust verstorbener Kinder zu gedenken. Dank der verschiedenen Zeitzonen weltweit, wird so außerdem gewährleistet, dass zu jedem Zeitpunkt und das 24 Stunden lang, eine Kerze zum Gedenken brennt- wie eine große lange Kette von Lichtern- ja, eine Gedenk-Lichterkette. Der Gedanke gefällt mir.

Es ist der zweite Dezembersonntag und vor acht Jahren erfuhr ich das erste Mal von diesem besonderen Tag. Ich lernte, durch eine Aneinanderreihung glücklicher Zufälle, einige Kinder aus der Kinder Onko im UKM Münster kennen. Nicht alle auf einmal, peut á peut traten sie in mein damals recht ungestümes Studentenleben. Ich habe nie nach solchen Begegnungen gesucht- ich in meiner ewigen Überzeugung, dass alles rosig und problemlos zu sein scheint- ich habe nie nach solchen Begegnungen gefragt oder sie gar initiiert. Auch wenn ich von Kindesbeinen an eine philanthropische Ader mit auf dem Weg bekam. Ich ging trotzdem gern blind durch die Welt- blind für den Schmerz, den andere Menschen um mich herum parallel zu meinem Leben erlebten und bevor hier die Besserwisser nun sprechen- JA-HA, ich weiß! Ich kann nicht alle retten oder gar allen helfen.

Der zweite Dezembersonntag im Jahr hat mich gelehrt, auch Mal gern von meinem egozentrischen Weltbild wegzuschauen und auch Mal auf die zu schauen, die eben alles außer ihrer Gesundheit hatten. Gott, wie gut es mir eigentlich geht! Mir fehlt es an nichts und meine Gesundheit, die habe ich noch. Warum nörgle ich immer rum? Warum ächze ich bei jedem Wehwehchen? Reiß dich zusammen Katerina, egal wie subjektiv dein Schmerz in dem Moment ist. Er ist nicht vergleichbar mit dem Schmerz des Verlustes. Und das soll nicht heißen, dass du kein Recht mehr hast deinen Schmerz kundzutun, aber ändere doch einmal nur die Sicht auf ihn, den Umgang mit ihm…denn eines kann ich euch sagen…

Es gibt keine magische Formel ein gebrochenes Herz zu heilen, die durch den Verlust eines Menschen entstandene Lücke zu füllen und das niederschmetternde Gefühl der Traurigkeit über den Verlust eines Kindes einfach so zu überwinden. Unabhängig vom Alter des Kindes und ob sein Tod erwartet oder unerwartet kam- die Trauerreise, die Eltern, Großeltern und Geschwister ertragen müssen und wohl oder übel antreten müssen, wenn uns ein Kind denn dann verlässt, ist eine schwierige Reise.

Der zweite Dezembersonntag eines jeden Jahres gibt diesen Eltern, Großeltern, den Geschwistern und den Angehörigen, Momente des geteilten Trosts, des Zuspruchs, sie sind nicht allein und betrauern ihre Verluste gemeinsam. Dieser besondere Sonntag spendet uns allen Trost. Und auch wenn ich kein verwandtes Kind zu betrauern habe, trauere ich jedoch jedes Jahr um die Kinder, die ich damals vor acht Jahren kennenlernte und die fast ausnahmslos in einem Zeitraum von 14 Monaten von uns gegangen sind. Ewiges Gedenken.

Am zweiten Dezembersonntag in der Kirche des UKM Münster zu sitzen, inmitten all dieser Menschen, Eltern, Geschwister, Großeltern, Angehörigen- von Nah und Fern, alle kommen zusammen, um in einem Moment der Solidarität- Wir sind nicht allein- gemeinsam ihrer Kinder zu gedenken, gemeinsam zu singen, gemeinsam der Andacht zuzuhören, gemeinsam -Arm in Arm- zu weinen, gemeinsam zu beten. Ich bin seit dem zweiten Dezembersonntag vor acht Jahren ein Teil dieser Solidarität und bin jedes Jahr aufs Neue zu Tränen gerührt. Alle, bekannt oder unbekannt , liegen sich einfach in den Armen und haben das größte Verständnis füreinander- und DAS meine Lieben- DAS ist mit Abstand das emotionalste Gefühl, das ich nicht in Worte fassen kann.

An diesem Sonntag sitze ich nie allein in der großen UKM Klinik, ich sitze mit einer guten Freundin. Sie ist seit fast 20 Jahren dort ehrenamtlich engagiert und hat über die Jahre unzählige Familien auf dieser Reise begleitet und ist auch heute noch für sie da. Eine Freundin mit einem großen Herzen und Mitgefühl. Wir sitzen also letztes Jahr nebeneinander, um uns herum lauter Familien, halten uns in den Armen und weinen zusammen, sind sichtlich gerührt und bewegt von den Andachtsworten, wir wissen: Wir sind nicht alleine. Es ist so ein wunderbares Gefühl, teil dieses Trauerprozesses zu sein, denn jeder, ob angehörig oder nicht, ist Teil des Ganzen.

An einem jeden zweiten Sonntag im Dezember, bin ich sehr emotional, denke einmal mehr an die schönen Momente, die ich mit den Kindern der Onko Münster, teilen durfte. Sie ließen mich an ihrem Leben teilhaben, an den schönen und unschönen Momenten, an den fröhlichen und traurigen Tagen, an lebensfrohen Tagen und an sehr ängstlichen Tagen. Ich bin dankbar, dass ich Teil dieser Runde sein darf. Wir können das alle sein. Zündet mit mir gemeinsam eine Kerze an und gedenken wir heute einmal mehr in dieser lauten, hektischen Welt, diesen Kindern, meiner persönlichen Helden.

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und lasst uns, uns auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben besinnen. Unsere Gesundheit, dass wir alle zusammen sein können, dass die Liebe und das Licht in uns einkehrt und uns der Geist der Weihnacht Kraft für die herausfordernden Tage gibt, die uns noch bevorstehen.

Eure Katerina

Über meinen Kopf hinweg…

Da sind sie wieder, die Gedanken, die sehr lauten Gedanken über meinem Kopf… da schwirren sie. Na hallo IHR!

Sie sind nicht in meinem Kopf- ich kann sie förmlich vor mir sehen. Irgendwie personifiziert. Ich lasse sie nicht rein.

Aber ich lasse euch an den einen mehr und an den anderen weniger teilhaben. An dem Prozess- versteht sich.

Erster Gedanke: Ich sehe mich weglaufen, weit weglaufen. Es raucht überall. Warum? Das weiß ich nicht.

Zweiter Gedanke: Ich laufe so schnell wie es geht. Heftig… wie schnell man laufen kann, wenn man panisch vor etwas wegläuft.

Dritter Gedanke: Ich springe über plötzlich nie dagewesene Obstacles. Woher kamen die denn jetzt? Verdammt.

Vierter Gedanke: Ich springe über große Gräben. Ich sehe mich noch nie entdeckte Kräfte in Kraft setzen. Und ich laufe weiter.

Fünfter Gedanke: Ich laufe durch Pfützen. Hach ist das herrlich. Durch Pfützen. Glücksgefühle werden freigesetzt. Wo waren sie?

Sechster Gedanke: Ich drehe mich um…ich scheine grad allein zu sein. Ich halte an. Verschnaufe. Ich fühle mich frei. Ich atmeee.

Siebter Gedanke: Da! Sie sind fast da. Sie haben mich fast eingeholt! Lauf weiter, sagt die innere Stimme. Und ich laufe.

Achter Gedanke: Verflixt und zu den Raben! Ich kann gleich nicht mehr. Das Essen liegt hier grad schwer im Magen.

Neunter Gedanke: Ich schweife ab. Konzentrier dich, sonst bleibst du stehen und sie holen dich ein.

Zehnter Gedanke: Wer holt mich ein? Na meine Gedanken. Meine Verantwortung. Verantwortungen. Who cares? Right?

Elfter Gedanke: Sie können einen verschlingen… und wenn der Verdauungsprozess einsetzt- na Prost Mahlzeit. Too late.

Zwölfter Gedanke: Da vorne kommt eine Klippe. Augen schließen und springen! Springen wir zusammen, ihr wolltet doch mit.

Dreizehnter Gedanke: Auf den Zehenspitzen gelandet- war knapp, aber wie immer durchgemogelt und geschafft.

Vierzehnter Gedanke: Ihr könnt mich mal! Ich laufe weiter und weiter und weiter. Na wo bleibt ihr?

Fünfzehnter Gedanke: Ich habe sie abgehängt. Zeit für ein wenig Selbstbeweihräucherung. Yeeeees. Ich bin schnell, ich bin gut.

Sechzehnter Gedanke: Komisch- warum wird es auf einmal dunkel? Warum verliere ich die Kontrolle über Tag und Nacht?

Siebzehnter Gedanke: Ich bin doch wie ein Kater, der kann doch im Dunkeln sehen. Oder etwa nicht? Ich tappe im Dunkeln.

Achtzehnter Gedanke: Ich verliere mich in der von mir erschaffenen, über meinen Kopf hinweg, existierenden Welt.

Neunzehnter Gedanke: Es wird heller. Was ist los. Da stehen sie.Am Ende des Weges. Sie warten. Wie kamen sie so schnell dahin?

Zwanzigster Gedanke: Schneidest du einem den Weg ab, kommt er mit mehreren zurück. Schlachtest du einen aus, entstehen vier weitere. Gedanken natürlich. Unterdrückst du sie, holen sie dich ein. Irgendwann auf der Strecke, wirst du schwächer und sie holen dich ein. Sie kennen anscheinend Abkürzungen durch Kanäle, die dir noch im Verborgenen liegen. Du musst sie rein lassen. Und ich lasse also ein Paar in meinen Kopf rein. Und was ist? Es ist noch konfuser als mein Weglaufversuch.

Wie sortiere ich mich? Es sind so viele Dinge, viel zu emotional derzeit. Sie überrennen mich. Was mir doch am Ende bleibt ist meine blühende Phantasie, denn dort, dort wo sie anfängt, dort biege ich mir die Gedanken zunächst zurecht. Und so halte ich sie eben ganz lange von mir weg. Ich spiele mit ihnen. Wie in einer heilen Welt. Dort läuft es eben so, wie ich mir alles vorstelle. Ich gestalte sie über meinen Kopf hinweg.

Und wenn es die Gedanken doch zum Kern meines Denkens und meines Herzens schaffen… na dann… haben wir den Salat. Oder wie man sagen würde ‚this shit is getting real‘ und entschuldigt meine Wortwahl. Aber manchmal muss man sich eben drastischer ausdrücken.

Nun einer hat sich durch meine Realität hinweg gemogelt und ist nun in meinem Kopf und in meinem Herzen. Ich bekomme ihn nicht mehr weg. Ich wüsste wie, doch dann wird es hier realer als real. Dann müsste ich mich ja jetzt wirklich mit diesem Gedanken auseinandersetzen.

Ach nööö. Ich springe, springe und springe noch höher als je zuvor. Ich schaffe es aus meinem Kopf raus und ich laufe. Ich laufe immer weiter. Immer weiter und weiter weg. Über meinen Kopf hinweg.

Beim Griechen, er ist 60 geworden!

Lieber Papa.

Herzlichen Glückwunsch zu deinem 60. Geburtstag.

Diese Zahl geht zwar schnell über die Lippen, doch versucht man sich die Zahl zu vergegenwärtigen, so ist sie schwieriger aufzusagen als gedacht.

Lieber Papa.

Du kamst mit 23 Jahren nach Deutschland und lerntest relativ schnell Deutsch, deutsche Umgangsformen, eignetest dir viel deutsche Mentalität an und rückblickend kann man sagen, dass du viel deutscher bist als so manch‘ ein Deutscher.

Lieber Papa.

Du warst so jung. Du schriebst Geschichte. Die Geschichte begann in deinem kleinen, familiären, gastfreundschaftlichen Hellas-Imbiss. Dort fanden wir und so viele andere Menschen ihr Zuhause, ihren Zufluchtsort und den Ort, wo wir uns alle mit am wohlsten gefühlt haben.

Lieber Papa.

Als du hierherkamst, mit Vision oder nicht- machtest du den Hellas Imbiss zum ersten Ort, an dem sich die Menschen trafen, zusammen aßen, gemeinsam tranken, zusammen weinten, gemeinsam lachten. Du schufst mit Mama einen Ort- einer so unvergleichlichen Gastfreundschaft, dass die Leute selbst 20 Jahre danach auf der Straße danach fragen, ob du nicht Mal wieder einen Imbiss aufmachen wolltest. Den Leuten war zwar das Essen wichtig, doch was das allerwichtigste ist- sie verbanden und verbinden mit dem Hellas Imbiss viel Liebe und Zuflucht.

Lieber Papa.

Du bist ein einzigartiger Mensch. Das sagen wir nicht nur, weil du unser Vater bist. Es ist allgemein bestätigt worden- im engsten und im weitesten Verwandtenkreis- dein Bekanntenkreis und dein Netzwerk ist in den letzten Jahren immens gewachsen und egal wohin du gehst und egal wohin du kommst- DU bist geschätzt und so erfüllt es uns immer wieder mit Stolz, dass gerade DU unser Papa bist.

Lieber Papa.

Du bist ein gottesfürchtiger Mann. Du bist mitfühlend. Du bist rechtschaffen. Du bist einfühlsam. Du bist ein Zufluchtsort. Du bist ein Symbol für viele unter uns.

Lieber Papa.

Wüssten wir es nicht besser, würden wir sagen- Du hast dich kaum verändert. Du bist mit den Jahren wie ein guter Wein gereift. Die Rebe ist dieselbe geblieben nur der Geschmack ist immer besser geworden. Dort, wo niemand mehr Chancen sieht, stehst du auf und stehst für uns ein. Dort, wo niemand mehr eine Lösung sieht, stehst du auf und sprichts Mut zu. An aussichtslosen Tagen rufst du an und sagst, dass es nichts gibt, was nicht zu lösen wäre, außer natürlich die Gesundheit. Die ist eines unserer kostbarsten Güter und so hattest du schon immer Angst und Bange um uns.

Lieber Papa.

Seitdem wir alle deine Kinder sind, hast du dich unermüdlich um uns bemüht. Du bist immer ein guter Zuhörer und du bist aber auch immer ein sehr guter Lösungsfinder. Auf dich ist Verlass und auf dich vertrauen wir.

Lieber Papa

Wir wissen, das hörst du vielleicht nicht gern. DOCH! Du hast in deinen sehr jungen Jahren doch vor allem in den letzten 35 Jahren unzähligen Menschen geholfen, so viele Lächeln in die Gesichter der Menschen gezaubert, dich den fremden Herausforderungen angenommen und immer einen Ausweg gekannt, du hast deine Nächsten immer bedingungslos angenommen und respektiert.

Lieber Papa.

Das Wort der Nächstenliebe haben wir durch dein Beispiel erst so recht verstehen können. Du hast uns mit Mama zusammen vorgelebt, was es bedeutet, unsere Nächsten so zu lieben wie uns selbst und in Ihnen das Bild Gottes zu sehen. Es ist nicht nur eine Floskel, die wir aus deinem Munde gehört haben. Es ist eine von dir und euch gelebte Wahrheit. Du hast uns gezeigt, was es bedeutet bedingungslos zu lieben. Du hast uns immer gelehrt, dass wir die Menschen lieben sollen- unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer Religion.

Lieber Papa.

Für dich scheint es immer so leicht zu sein, alles im Griff zu halten. Doch wir wissen es besser. Wir wissen und sehen, welche enorme Ausdauer und Willenskraft du seit so vielen Jahren an den Tag legst. Jeden Tag aufzustehen und zu Ehren Gottes – Gutes zu tun- das ist das, was wir noch in unseren jungen Jahren versuchen zu verstehen und nachzuvollziehen.

Lieber Papa.

Ohne dich ist alles doof. Du bist für uns wie ein Fels in der Brandung. Du bist wie eine Jahreszeit- wenn sie nicht eintritt, dann fehlt uns Ewas. Du bist wie das Meer- ruhig und zugleich ungestüm. Du bist wie ein weitentfernter Stern- manchmal sehen wir dich nicht, doch du bist dort am Firmament und denkst immer zu an uns. Du bist ein liebender Vater und du bist ein noch viel liebender Großvater. Du bist wie eine mathematische Formel- Papa^2, dessen Liebe sich exponentiell vermehrt je mehr Vertrauen und Zuspruch sie erhält.

Lieber Papa.

Die Jahre sind vergangen. In deinem Herzen bist du junggeblieben. Aber auch optisch hast du dich nur sehr leicht verändert. Wir sind mit dir gewachsen und zusammen sind wir älter und alt geworden.

Lieber Papa.

Manchmal denken wir an die Jahre zurück. Sie erinnern uns an das, was wir waren und an das was wir geworden sind.

Lieber Papa.

Du bist wundervoll. Gewesen. Geworden. Du wirst es sein.

Lieber Papa.

Du bist der gleiche Papa mit dem wir als Kinder alle Platfuß- Reihen, Cowboy Filme, Louis de Funès- und unzählige weitere Klassiker geschaut haben. Und ohne es zu wissen- schauen wir heute dieselben Filme wie damals- in schlimmster Qualität- es ist uns egal denn wir verbinden mit diesen Filmen in Kombination mit dir so viele Emotionen aus der Vergangenheit, glückliche Momente aus der Vergangenheit, ganz unbewusst und ganz unterbewusst.

Lieber Papa.

Eine neue Ära bricht auch für dich an. Du hast die 60iger Marke nun auch geknackt und durftest die letzten zwei Jahre die vierte Generation in unsere Familie hineinbegrüßen. Deine zwei ersten Enkel.

Lieber Papa.

Versprich uns eines. Sei immer für uns da, solange es geht. Bitte. Du bist nicht wegzudenken. Ob wir dir nah sind oder fern. Du bist immer in unseren Gedanken und wir lieben dich für alles, was du warst, was du bist und was du sein wirst. Denn wir lieben dich auch bedingungslos.

Lieber Papa.

Mit den Jahren schwindet zwar die Kraft, doch dein Gemüt ist dasselbe: jung, voller frischer Ideen, ein inspirierendes und erfülltes Gemüt.

Lieber Papa.

Du findest immer einen Weg. Und so wie die Wege des Herrn oft unergründlich sind und sich ihre Pfade uns erst später offenbaren, so wandelst du manchmal blind auf diesen Pfaden nur mit dem Vertrauen in Gott und du kommst immer dort an, wo du ankommen solltest. Unglaublich und unbegreiflich ABER wahr.

Lieber Papa.

Bleib so wie du bist. Wir werden auch weiterhin für dich da sein. Wir werden dir vertrauen und wir werden dich unterstützen. Wir wünschen dir Gottes reichen Segen. Auf dass Er dir immer Kraft geben mag an allen Tagen, auf dass Er dich geleitet und du zufrieden mit deinem Leben bist.

Lieber Papa.

Wir lieben dich alle sehr.

Deine Kinder, deine Enkel und Mama.

Little Kids get cancer too.

15th of February is International Childhood Cancer Day (ICCD).

ICCD is a global collaborative campaign to raise awareness about childhood cancer and to express support for children and adolescents with cancer, the survivors and their families.“

As some of you might know, I got a special relation to the topic of childhood cancer. I was never affected personally. But strangers around me did. Yes, strangers. I did not know them before. And that’s ok, I guess. A few years ago I started beeing more active in the pediatric oncology. I do not have any medical background. I was just visiting some families who had come from far away for their children’s therapies. I experienced unique situations so close that sometimes it was too overwhelming to stay and simultaneously I never wanted to leave someone. For some of them, there was no tomorrow. And for some of them there will be so many tomorrows left. What I am trying to say is- affected or not, involved or not- we all should be aware of cancer and aware of the fact that the world’s oncologies are full of big and little heroes. Fighting everyday, day in and day out, minute in and minute out, today we exist- tomorrow maybe we do not. So affected or not, be aware- there is always someone who needs you support.

I will tell you a little exemplary story: Almost five years ago, I met Spyridoula and her family. They came for Spyridoula’s therapy. They did not speak any German nor did they know how the German healtcare system worked. Anyways. That is not the point here. The point is that she was diagnosed with cancer and came here to survive. From the beginning she looked so strong, so brave, not anxious at all. I remember after her first surgery, which was really crucial, I visited her very late in the evening… She stood up in her bed and screamed: „Come on Katerina, dance for me, dance with me!“ I was so overwhelmed, not taking into consideration that it was already rest time… We started dancing traditional Greek dances and even some nurses came over and danced with us. Somehow, we felt overwhelmed and shared one of the most magical moments during Spyridoula’s cancer journey.

Thank God, five years later, Spyridoula is stronger than ever- maybe this is a false expression- because she never stopped being strong, never stopped trusting in herself and her mood- it was more ore less her surroundings who were terribly scared. And I am sure, that she was also scared or is still somehow scared. At least – she showed colossal strength. And I believe, what these heroes need are colossal giants around them- giving them the feeling that they will fight sight by sight together. Because what I have experienced so far is, that either my little heroes left us to a better place or they are still amongst us- they all fought and fight courageous. They are stronger, braver, and they are fully conscious of who they are- no matter how old they are. They only need a positive environment that catches them whenever they need it.

After another surgery, I texted Spyridoula in Greek: Σπυριδούλα είσαι καλά; Εύχομαι να είσαι καλά και να πήγανε όλα καλα! ❤️ (Spyridoula, are you ok? I hope that you’re ok and I hope that everything went well! ❤️) Her answer in Greek: Ναι όλα καλά ❤️ (Yes, everything’s fine ❤️) My question: Να σου φέρω κάτι από την πόλη, ή να έρθω αμέσως εκεί; (Should I bring you something from the city, or should I come directly?) Her answer: Να μην φέρεις τίποτα ❤️❤️❤️❤️❤️❤️ και να έρθεις (You shouldn’t bring anything ❤️❤️❤️❤️❤️❤️ just come)

This stands for all the kiddos I ever got to meet at the pediatric oncology/ like Spyridoula, they never asked for something or demanded things. They just needed us to be aware of them, they just needed good companions in this fight, they only needed and need someone to talk to, to talk about their fears, to talk about random things to just not be alone. And I think this is the strongest message this very day tries to project in our hearts and our minds. That there are fighting kids no matter which disease or illness (same is true, I guess, for us adults) who only need our sensitisation for them.

Cheers to all the heroes who are gone, memory eternal. Cheers to all the fighters who are still with us.

Little Kids get cancer too.

944

944.

944 – eine interessante Zahl. Nicht wahr? Nicht ganz rund, nicht ganz wenig- je nach dem in welcher Maßeinheit man hier rechnet oder denkt. In Zentimetern, in Metern, oder doch vielleicht in einer Währung? Dollar, Euro- oder vielleicht doch Menschen?

Bleiben wir doch beim Letzteren. Wir rechnen mit der Einheit ‚Mensch‘. Woraus besteht ein Mensch? Soweit ich mich erinnern kann- gelobt sei die „Was ist Was“ Reihe- Erwachsene Menschen haben zumeist 206 Knochen. Beim Blut muss ich grad selbst schätzen: so ca. zwischen 4-7 Litern- hängt denke ich vom Gewicht etc. ab. Unser Körper besteht aus über 10 000 Milliarden Zellen- gut- das habe ich aus dem Internet. Wusstet ihr, dass wir bis zu 100 Billionen Synapsen haben? Merkt euch das- darauf kommen wir gleich noch einmal zu sprechen. Und was ist eigentlich mit einer Seele? Ich will hier niemanden eines Besseren belehren- doch orientiere ich mich hier gerne an den guten alten Platon und seiner Ideenlehre. Laut ihm hat quasi alles eine Seele. Die Seele steht zwischen geistiger und sinnlicher Welt, nimmt an beiden Welten teil und vermittelt zwischen diesen beiden. Ich denke, dass diese kurz gehaltenen Infos hier reichen, um den Menschen an sich kurz zu beschreiben und kurz aufzuzeigen, dass der Mensch nicht nur aus Knochen, Gewebe, Blut, Synapsen besteht doch auch vermutlich eine Seele in sich trägt. Ein Gewissen sozusagen. Ich nagle mich nicht darauf fest, sondern spekuliere hier ein wenig. Diese Seele macht ihn vielleicht mitfühlsam, eigen, besonders, gut, böse, schlecht, egoistisch aus reinem Egoismus heraus, dreist, harmonisch, empathisch…Und vieles Mehr. Ich muss ja jetzt auch nicht sämtliche Adjektive hier auflisten, von denen ich glaubte, sie würden den Menschen beschreiben.

944 Menschen- das ist die Zahl, die heute Morgen am 05.01.2021 vom RKI übermittelt wurden. Das ist die Zahl, der an Covid-19 verstorbenen Menschen. In den letzten 24 Stunden- versteht sich.

Da haben wir es wieder. Das interessante Wesen ‚Mensch‘:

M- wie maßlos und missgünstig

E- wie elitär und egozentrisch

N- wie nichtig und niederträchtig

S- wie selbstsüchtig und spöttisch

C- wie chaotisch und cholerisch

H- wie hinterwäldlerisch und herrisch.

Und da haben wir es wieder. Das interessante Wesen ‚Mensch‘:

M- wie mitfühlend und modern

E- wie einfühlsam und ehrenhaft

N- wie nostalgisch und nobel

S- wie schuldbewusst und selbstbewusst

C- wie charismatisch und clever

H- wie herausragend und heldenhaft.

944, ganz schön happig und erschreckend. An alle Verschwörungstheoretiker da draußen- ich habe ja meine eigene Theorie zu EUCH.

ALLE Verschwörungstheoretiker dieser Welt haben sich zusammengetan- ihre ganze Weisheit zusammengetan, um uns eines Besseren zu belehren. Plötzlich sind sie alle Ärzte, Forscher, Mikrobiologen geworden- sehr beachtlich, wenn man nur bedenkt, dass so ein Studium schon einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Ich meine, im echten Leben, würde so ein Studium an die 5-10 Jahre Ausbildung in Anspruch nehmen. Dass es heute so einfach über die sozialen Medien geht ist so bewundernswert. Und wirklich jede und jeder von uns kann einfach so ein Arzt, Forscher oder Mikrobiologe sein. Ein Bravo an alle M-E-N-S-C-H-E-N, die sich so weitergebildet haben und jeden Tag meine Welt um ein Stück erhellen. Was würde ich nun ohne Bill und Melinda Gates tun- sie gehören zu meiner morgendlichen Routine- zwischen Badezimmer-und Küchengang- und was wäre ich nur in den letzten 9 Monaten ohne die ‚neue Ordnung‘- sie ist noch nicht ganz bei mir angekommen- immer noch ein Chaos bei mir in der Wohnung…just saying- und erst meine DNA, gut, dass ich jetzt weiß, dass mir meine DNA weggenommen wird und meine RNA ersetzt wird- mit dieser Info, kann ich mich nun gegen den Antichristen wappnen, auf Demos gegen die 666 Anhänger gehen, ja! Vielleicht ziehe ich in ein noch christlicheres Land als Deutschland, das niemals zulassen würde, dass mir ein Chip in den Arm eingesetzt würde, um mich wie einen Roboter herumzukommandieren und zu beeinflussen, sondern mich richtig beschützen würde. Und wisst ihr was- ich bin absolut- getreu dem Motto ‚GANZ oder GAR NICHT‘ würde ich sogar den Kontakt zu all den Menschen abbrechen, die die Dinge anders sehen- sie sind schließlich keine Forscher, Ärzte oder Mikrobiologen…

Ach ja- nicht zu vergessen die Impfung. Erst gestern las ich noch einen Artikel auf Instagram- also falls ihr euch versklaven lassen wollt auf die eine oder andere Art, dann nur zu- lasst euch impfen. Selbst schuld, sag ich nur. Und was soll das eigentlich mit dem Wegfallen der Gottesdienste oder die beschränkte Anwesenheit in Gotteshäusern, seien es Kirchen, Moscheen, Tempel oder Synagogen. Sie wollen, dass wir jeglichen Kontakt zu unseren Göttern brechen, sie wollen, dass wir uns von ihnen entfernen. Ich meine, dass meinen auch sie (die Theorien), das ist doch ein perfider Plan den Menschen glauben zu lassen, er sei allein auf dieser Welt- von allen Göttern verlassen. So muss es sein.

944….als ob. So viele sterben doch bestimmt täglich an einer bloßen Erkältung, oder? Irgendwie haben mich all diese Theorien verwirrt.

Nein haben sie nicht. Aber, um auch unseren Verschwörungstheoretikern entgegen zu kommen- gut, dieses Virus wurde in unsere Welt gestreut, absichtlich. Reicht euch das? Nun ist es aber da. Und was nun?

Hey! Kleiner Mann! Was nun?

Geht uns die Zahl 944 nicht unter die Haut? Das waren 944 Menschen, wisst ihr? Sind wir wirklich dermaßen ignorant, dass uns diese Zahl nichts mehr zu bedeuten hat? Nur, weil es uns nicht unmittelbar betrifft. Haben wir eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Nein, wirklich- geht es uns noch gut? Diese 944 Seelen- aus Knochen und Gewebe und Blutbestehenden M-E-N-S-C-H-E-N, waren Mütter, Väter, Großmütter, Großväter, Töchter, Söhne, Enkel, Verwandte, Bekannte, Freunde, Unbekannte. Geht uns das kein Bisschen nahe? Jeder einzelne Mensch, hat das Recht zu leben. Mich zumindest bewegt der Verlust von Menschen. Generell gesprochen, nimmt mich der Verlust von Menschen schon weitreichend mit.

Lassen wir doch die Erforschung von Covid-19 den Experten. Lassen wir sie doch einfach ihre Arbeit machen. Es lastet ein großer Druck auf diesen Menschen. Lassen wir sie doch einfach. Die jeden Tag aufs Neue totdiskutierten Verschwörungstheorien machen müde und behindern das Werk dieser Menschen. Wisst ihr welches Werk ihres ist? Der Dienst am Menschen. Und was machen wir Couchsurfer? Uns geht die Zahl 944 nicht unter die Haut- es ist schließlich nicht unser Bier, nicht? Unser Bier ist der tägliche Gossip, das tägliche Geschwafel- wisst ihr was dagegen hilft? Bildung. Bildet euch doch einfach Mal weiter. Würdet ihr nur halb soviel Energie in das Erlernen einer neuen Sprache setzen, oder zur Abwechslung Mal ein Buch lesen, oder eine Zeitung in der Hand halten, ein Diktat schreiben, um eure Language Skills zu verbessern- gibt immer Luft nach oben, Maßnahmen befolgen- würde vielleicht alles etwas anders erträglich sein. Ist die neueste Theorie von mir. Ach, und wisst ihr… diese Welt hat schon soviel Leid mitbekommen über die Jahrtausende hinweg, nie gab es Momente der Stille, zu oft gab es Momente, in denen es Menschen Jahrhunderte lang verwehrt blieb einen Gottesdienst zu besuchen. Haben die Menschen vom Glauben abgelassen? Nein. Ich meine- falls ja doch, so wären wir doch alle irgendwie nicht so religionsgebunden, nicht? Ein wenig Gemeinde Abstinenz bringt uns nicht um, nein- in diesen Zeiten, rettet sie Leben. Ja, ja – ich weiß- was soll schon großes in einem Gotteshaus passieren- Gott würde es nicht wollen- nicht wahr? Ja, davon bin ich überzeugt, doch hat der Mensch sich ja auch irgendwie den freien Willen verdient, oder? Und in diesem ewigen Kreis der Liebe, hat er die einzigartige Wahl seinen Verstand einmal richtig einzusetzen- oder eben auch nicht. Gott und jeder Gott, gab uns einen Verstand. Es liegt nun an uns, davon Gebrauch zu machen. Zeig doch mal ein wenig Nächstenliebe, wird doch überall in allen Gemeinschaften gepredigt. Das schaffst DU, wenn Gott dir da vertraut, dann tue ich das auch.

944 Menschen, sind 944- Menschen zu viel.

Die neuen Maßnahmen sind raus. Ich bin gespannt, mit welcher Theorie ich morgen Früh aufwache.

Übrigens- das ewige Geschwafel über die Maskenpflicht oder nicht, geht mir gehörig auf den Senkel. Tragt sie doch ganz einfach. Es ist nie zu eurem Schaden, sondern nur zu eurem Besten. Und bestimmt habe ich an der Stelle nicht bestimmte Berufsgruppen im Kopf, sondern denke hier nur einfach an den Otto Normalverbraucher, der zuhause sitzt und zu allem seinen Senf dazu geben muss. Wie oft habe ich beim Gang zum Supermarkt unendliche Diskussionen zwischen Kunden und Filialleitern mitbekommen. ‚Wir sind doch ein Haushalt, warum also zwei Einkaufswägen?‘ Warum erst unsere Mitmenschen in diese Diskussionen ziehen. Tu einfach, was man dir sagt. Es ist zu deinem Wohl. Der Staat aber vor allem der Rewe-Filialleiter, hat sich das bestimmt nicht ausgedacht, um dich zu ärgern.

Halt endlich den Rand. Beschäftige dich mit den Dingen, auf die du dich verstehst. Lass den Ärzten, Forschern, Mikrobiologen und allen, die dahinterstehen, ihre Arbeit machen. So schlecht kann sie ja nicht sein, schließlich lebst du…noch… oder? Sei nicht der Grund, anderen Menschen dieses Leben zu verwehren, weil du dich in ewige Theorien verstrickst und verlierst. Mach doch endlich Gebrauch von deinen 100 Billionen Synapsen. Sei nicht dumm Mensch. Entscheide dich, welcher Mensch du sein willst. Hör auf damit, deine Kinder und dein Umfeld in deine Theorien reinzuziehen und sei Mensch. Sei mitfühlend, sei bewegt von der Zahl 944, lass sie an dich herankommen. Gedenke.

Μελομακάρονα, ντανκε ναιν.


Είμαι Ο άνθρωπος των Χριστουγέννων. Αν γινόταν, θα δούλευα μακριά απ΄όλη την βαβούρα. Θα μετακόμιζα στο Rovaniemi της Φινλανδίας. Θα δούλευα χέρι χέρι με τον Αϊ Βασίλη και όλες οι δοκιμασίες που αντιμέτωπισα ως σήμερα- δεν θα υπήρχαν- πολύ απλό, ε; Θα έτρωγα όλη μέρα τα χριστουγεννιάτικα μπισκότα, και ίσως κατάφερνα να φέρω το ελληνικό spirit στο σπίτι του Αϊ Βασίλη μαθαίνοντας του να φτιάχνει μελομακάρονα. Αλήθεια…έχετε φτιάξει ποτέ μελομακάρονα;

Εγώ πάντως έχω φτιάξει μία και μοναδική φορά. Ποτέ ξανά. Δεν μου αρέσουν άλλο πιά. Κι όταν θα μου προσφέρουν μελομακάρονα…Θα πω ότι δεν μου αρέσουν και σε σπάνιες περιπτώσεις θα τα φάω με το ζόρι για να μην στεναχωρήσω καμία ή κανέναν,

Την πρώτη φορά που έφτιαξα λοιπόν μελομακάρονα, ήταν για έναν πολύ σημαντικό άνθρωπο στην ζωή μου.

2012, Νοέμβριος μήνας. Κάθομαι στο γραφείο μου, μόλις δλδ. είχα καθήσει, και είπα ΄σήμερα θα τα δώσω όλα΄. Ξαφνικά χτυπάει το κινητό μου. Βλέπω το όνομα- είναι το όνομα της Όλγας. Μιας μαμάς η οποία είχε κάμποσο καιρό στο τμήμα με το παιδάκι της. Στο Παιδοογκολογικό τμήμα του Münster της Γερμανίας.

΄Γειά σου Όλγα, Όλγα; Παρακαλώ;΄Πάντα μου έπαιρνε λιγο χρόνο να καταλάβω ποιός με έπαιρνε πραγματικά. Και σωπαίνω. Ακούω τον θόρυβο μίας αναπνοής στην άλλη πλευρά της τηλεφωνικής γραμμής. Συγκεντρώνομαι και λέω ΄Γειά σου Θανούλη, είσαι καλά΄ με την αναπνοή του μου δίνει να καταλάβω πως ΄ναι, είμαι καλά΄. Ήξερα όμως πως δεν ήταν καλά. Είχε ξανά υποτροποιάσει και αυτήν την στιγμή βρισκόταν στην απομόνωση με την μαμά του. Δεν θα μιλήσω και πολύ για την ακριβή μορφή του καρκίνου που είχε- αλλά ναι! Ξυπνήστε, little kids get cancer too! Τλπ. Δεν είναι αυτό το θέμα μου σήμερα.

΄Θανούλη, τι μπορώ να κάνω σήμερα για σένα; χρειάζεσαι κάτι;΄Και μου στέλνει μία φωτογραφία. Αχά, μελομακάρονα. ΄Θέλεις να φας μελομακάρονα, έ; Ο ρυθμός της αναπνοής του, μου δίνει να καταλάβω, πως ΄ΝΑΙ Κατερίνα, επιτέλους΄. Ξαφνικά μου μιλάει η Όλγα ΄Έλα κορίτσι μου, απο το πρωι βλέπει βίντεο με μελομακάρονα, μην αχγώνεσαι. Θα πω να μου στείλουν από Ελλάδα.΄ Σκεπτόμενη όμως ότι θα αργούσε ενα πακέτο απο Ελλάδα, της λέω ότι μπορώ πολύ απλά να φτιάξω κι εγώ τα μελομακάρονα για τον Θανούλη- τί πιο εύκολο, έτσι; Το δέχεται μετά από ώρα η Όλγα- μη θέλωντας να με βάλει σε κόπο. Και μου λέει, ότι θα έπρεπε να προσέξω κάποια συστατικά που δεν επιτρεπόταν να τα φάει ο Θάνος. Τα γράφω λοιπόν. ΄Τέλεια, τα λέμε σε κανένα δύωρο, φιλιά.΄

Σηκώνομαι από την καρέκλα που μόλις είχα καθίσει, τρέχω κάτω, ανεβαίνω στο ποδήλατο και με γρήγορη ταχύτητα κατευθύνομαι προς την κουζίνα μου.

Βγάζω τα μπολ μου, τα μαγειρικά μου σκεύη- δεν είχα και πολλά…τότε ακόμα φοιτήτρια… Ψάχνω παράλληλα μία συνταγή για μελομακάρονα ονλινε- γιατί…μη ξεχάσουμε την μικρή αλλά κι όχι και τόσο ασήμαντη πληροφορία- δεν είχα ξανά κάνει ΠΟΤΕ στην ζωή μου. Συγκρίνω την ονλινε λίστα των συστατικών με την λίστα που μου είχε πει η Όλγα από το τηλέφωνο- συστατικά που δεν επιτρεποντουσαν λόγω θεραπείας.

…ΟΚ…ΟΚ…ΟΚ… ξαφνικά με πιάνει πανικός. Δεν επιτρέπεται το μέλι, το καρύδι, το πορτοκάλι, η κανέλα, το ελεαιόλαδο….Μα…αυτά είναι τα συστατικά για μελομακάρονα. Τρελαίνομαι. Τρέχω πάνω κάτω στην κουζίνα. Ηρέμησε Κατερίνα. ΄Άγιε Φανούριε, βρες μου μία λύση, φώτισε με να φτίαξω μελομακάρονα χωρίς τα συστατικα που χρειάζονται.΄Ναι, η αλήθεια είναι πω ο Άγιος δεν με άφησε ποτέ. Μετά από λίγες σκέψεις- ΕΥΡΗΚΑ- ένιωσα λίγο μάλλον όπως τον Αρχιμήδη- ένιωσα μεγάλη χαρά που δεν θα απαγοήτευα τον Θανούλη μου.

Φτιάχνω λοιπόν μελομακάρονα από αλεύρι ολικής άλεσης που είναι από μόνο του σκούρο- από που το βρήκα; Ευτυχώς ζούσα σε εστία με οικολόγους- ξέρω απίστευτο αλλά αληθινό- φτίαχνω μία απλή ζύμη, τα ψήνω λίγο παραπάνω-λόγω χρώματος, φτίαχνω το σιρόπι με οικολογική- βιολογική ζάχαρη, ίσα ίσα να είναι λίγο γλυκή, τα βουτάω μέσα στα γρήγορα, αντί για καρύδια από πάνω/ βρήκα μια εναλλακτική από πάνω/ που δεν την θυμάμαι ακριβώς/ θυμάμαι μόνο ότι ειχα βάλει απο πανω κάτι/ και για την γεύση κανέλας, είχα ένα μυρωδικό κανέλας που πολύ ελάχιστα το έβαλα από πάνω.

ΕΤΟΙΜΑ, ΕΤΟΙΜΑ, ΕΤΟΙΜΑ. Τα τύλιξα σε ένα όμορφο κουτί, έτρεξα στο ποδήλατο μου και δεν μπορείτε να φανταστείτε πόσο μα πόσο γρήγορα πήρα τον δρόμο για την κλινική. Random Fact: Από το παράθυρο της κουζίνας μου έβλεπα την κλινική.

Φτάνοντας εκεί, κατευθύνομαι προς την απομόνωση. Φτάνω. Είμαι καταϋδρωμένη και πολύ αγχωμένη: ΄Θα του αρέσουν άραγε τα μελομακάρονά μου; θα χαρεί; θα τον κάνω να χαμογελάσει; Τι θα πει η Όλγα;΄ Και σκεπτόμενη, βγάζω το παλτό μου. Αφήνω όλα τα συμπράγκαλά μου και ετοιμάζομαι να χτυπήσω την πόρτα της απομόνωσης. Μου απαντάει μία νοσοκόμα, και μετά από λίγο να και η Όλγα να παραλάβει το κουτί.

Δεν μπορώ να μπω κι εγώ. Δεν επιτρέπεται λόγω το ότι ήμουν λίγο συναχωμένη.

Η Όλγα φεύγει. Κάθομαι στο παγκάκι που το είχαν βάλει απ΄έξω για τους επισκέπτες. Και απλά κάθομαι και περιμένω. Κοιτάω το κινητό μου. Χτυπάει. Βιντεοκλήση. Είναι ο Θάνος. ΄Θανούλη σου αρέσουν τα μελομακάρονα μου;΄Ο Θάνος σκάει ένα μεγάλο χαμόγελο, κι όταν χαμογελούσε έτσι φαινόντουσαν σχεδόν όλα τα δόντια του. ΄Κατερίνα μου σ ΄ευχαριστούμε, του άρεσαν πολύ. Δύο φορές δάγκωσε το ένα το κομμάτι.΄΄Χαίρομαι πολύ Θανούλη που σου άρεσαν΄. Όσο κάθομαι και μιλάω καταπιέζω την συγκίνηση μου. Όσο μιλάμε/ μία από τις ίδιες- ο Θάνος μου δείχνει στο τάμπλετ τις αγαπημένες του ηλεκτρικές σκούπες και μου δείχνει και το μοντέλο σκούπας που είχε ο ίδιος του. Του μιλάω, αντιδράει είτε με χαμόγελα ή με διάφορα νεύματα. Μετά από καμία ωρίτσα χαιρετιόμαστε. ΄Τα λέμε άυριο Θανούλη, ό, τι χρειαστείς, πάρε με απλά τηλέφωνο. Καλό απόγευμα Όλγα.΄

Μαζεύω τα πράγματά μου, και τρέχω όσο πιο γρήγορα γίνεται προς το ποδήλατο. Το ξεκλειδώνω και προσπαθώ όσο πιο γρήγορα γίνεται να φύγω μακριά, να μην δει κανείς τα δάκρυα μου που με είχαν καταβάλει. Τα συγκρατώ όσο πιο καλά γίνεται. Κράτα Κατερινα, κράτα γερά. Έχοντας την κλινική στην πλάτη μου, ξεσπάω σε λυγμούς. Όπως κάθε φορά που έφευγα, με είχε πιάσει το παράπονο. Το παράπονο που δεν μπορούσα να τον πλησιάσω τον Θανούλη, το παράπονο που πάλι ήμουν συναχωμένη, το παράπονο γιατί δεν ήμουν εγώ στην θέση του, το παράπονο γιατί ξανα υποτροποίασε, το παράπονο γιατί ήταν μακριά από την οικογένοια του που τόσο λησμνονούσε, το παράπονο γιατί να μην είναι η αδερφούλα του κοντά του. Το παράπονο ΓΙΑΤΙ.

Ξέρετε, ο Θάνος ποτέ δεν είχε μιλήσει. Πιστεύω ότι αυτό οφείλεται στο σοκ της ασθένειας του που ζούσε από μηνών μωρό που ήταν.

Ξέρετε όμως ότι εγώ και κάποια αγαπητά πρόσωπα γύρω του, τον ακούγαμε και τον καταλαβαίναμε όταν μας μιλούσε με τον τρόπο του. Μας μιλούσε με τον ρυθμό της αναπνοής του στο τηλέφωνο, μας μιλόυσε με τα μεγάλα καστανά του μάτια που όταν σε κοιτούσαν καταλάβαινες το νόημα των σκέψεων του / ένα βλεμμα χίλιες λέξεις. Μας μιλούσε με το χαμόγελο του. Την φωνή του την ακούγαμε όταν γελούσε και όταν έκλαιγε. Την έχω ακόμα στην ανάμνηση μου. Ο Θάνος ήταν πολύ ώριμος για την ηλικία του και πανέξυπνος.

Ο Θάνος Παχούμης, μου άλλαξε όλο το σκεπτικό μου. Μου έδειξε τι σημαίνει συμπόνια και μου έδειξε τι θα πει να είσαι ευχαριστημένος και με τα λίγα που έχεις. Μου έμαθε τρόπους συμπεριφοράς, και καθώς γράφω αυτό το κείμενο είμαι πολυ σιγκινημένη αλλά έχω και ένα χαμόγελο στο πρόσωπο που δεν μπορώ να σας το περιγράψω λόγω γλώσσας. Φέρνοντας τον Θανούλη στην σκέψη μου, έχω μόνο θετικές αναμνήσεις μπροστά μου.

Οι ατελείωτες στιγμές μαζί του στο τμήμα του Παιδοογκολογικού ή και στον ξενώνα- Η αγγελική του υπομονή, η υπερανθρώπινη προσπάθεια που έκανε εκείνος να νικήσει τον καρκίνο, η θέληση του, η αυταπάρνηση  για να μας ευχαριστίσει, η άρνηση των επιθυμιών του για να κάνει την μανούλα του και τον μπαμπάκα του χαρούμενους, και να μας δείξει έτσι την προσφορά του, τα δειδάγματα αγάπης είναι ατελείωτα.

Όσες φορές να με ξανα έπαιρνες Θανούλη, εγώ πάντα θα έκανα τα αδύνατα δυνατά να σου ξανα φτιάξω τα μελομακάρονα σου. Αλλά μόνο για εσένα. Και μόνο με σένα θα τα ξανα γευόμουν όπως παλιά. Μέχρί τότε η απάντηση μου είναι, Μελομακάρονα, ντάνκε ναϊν.

Εύχομαι να είσαι καλά, να ξέρεις η μνήμη σου θα είναι αιωνία.

Σ΄ αγαπώ πολύ.

Gingerbread in September

No hurries, no worries, only Gingerbread in September.

It’s never too early, it’s always too late.

It’s something we dare the whole year consistently.

At least, if we love the Christmas season- at least if we like bread and Ginger.

Or at least if we are comfortable people.

Don’t let the others persuade you from the opposite.

If you are a lover, a Gingerbread lover, nobody’s going to

tell your fate. Only you.

Take your actions in hand and don’t let anyone tell you something

you definitely won’t like.

Everything’s like Gingerbread- chocolaty, smooth, yummy- as YOU like it.

Some thoughts (Mitro.Rosa.)

Meine Lippen trocken und verdurstet,

sie suchen auf dem Asphalt nach Wasser,

Krankenwagen fahren an mir vorbei,

und du sagst es wird ein Unwetter aufziehen

und ziehst mich in ein nasses Kabarett.

 

Wir laufen auf demselben Weg,

doch unsere Zellen sind nicht dieselben,

wir kehren zurück in einen zauberhaften Staat

und ich möchte nicht mehr wissen wonach wir suchen,

es reicht, dass du mir zwei Küsse gibst.

 

Du verspielst mich im Roulette,

in einem Märchen, das alptraumhaft ist,

meine Stimme gleicht nun die eines Insekts

und mein Leben ist nunmehr wie das einer Kletterpflanze,

du reißt mich ab und schmeißt mich ins Leere.

 

So wird aus der Not Geschichte

und aus dieser Geschichte wird Stille,

warum schaust du mich so an, ich bin wie betäubt

bitte verzeih mir, dass ich nicht verstehen kann, was

die Computer und die Zahlen sagen.

 

Meine Liebe aus Kohle und Schwefel,

wie hat dich die Zeit so sehr verändern können?

Über uns drüber fahren die Krankenwagen

und ich stehe im Nebel und im Gewitter

und schlafe nüchtern an deiner Seite.

 

 

 

Alles steht und nichts fließt…

Alles fließt nichts bleibt…  Man sollte niemals zweimal in denselben Fluss steigen, um Heraklits Aussage meinen, interpretieren zu können.  Als alles unentwegt schien und ich einfach auf einen erlösenden Anruf wartete, schien das Klingeln des Telefons die Erlösung zu sein.  Erlösung ist subjektiv. Wenn man nun die krasse Affinität zu meinem Telefon interpretiert, so kann alles, was mit diesem Telefon zu tun hat, DIE Erlösung bedeuten.  Ein Jobangebot aus heiterem Himmel… danke Heiliger Fanourios, dabei hatte ich seit über einem Jahr keine Fanouropita gegessen, doch er lässt mich niemals im Stich.  Nun, ich hoffte zu diesem Zeitpunkt, dass ich diesem mir eröffnetem Weg Folge zu leisten hatte.  Dies tat ich dann sodann auch, stur und blind. Ob das die richtige Entscheidung war- das, weiß ich noch nicht so genau. Jedenfalls lässt meine jetzige Situation eher Un-Schlimmes erahnen. Schlimm immer sehr subjektiv zu erörtern. Schlimm ist für mich, wenn das Salz im Essen fehlt, wenn die Kippen leer sind, wenn das Shampoo verschüttet ist, wenn die Zahnbürste auf dem seit Tagen nicht gewischten Boden gefallen ist, wenn die Bifteki angebrannt sind, wenn die Bechamel Soße für das Pastitsio zu fest oder zu labbrig ist, wenn das Haarspray zu sehr die Haare verklebt… all diese Themen sind einerseits schlimm, dennoch nicht, nicht gerade zu biegen.  So hoffe ich, dass ich mit einem super positiven Gefühl ins Wochenende steigen werde, mit der aller größten Hoffnung keine Kühe vertreiben zu müssen.  Die Kollegen scheinen alle sehr nett, doch Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Oder wie ein griechisches Sprichwort sagt: achte auf deine Kleidung, sodass du am Ende des Tages noch die Hälfte hast- wahrscheinlich noch die Hälfte zum anziehen hast…. Oder so.  Alles fließt nicht steht, nichts bleibt, doch habe ich das Gefühl, dass alles steht und nichts fließt.  Alles steht grad und nichts fließt. Bitte hl. Fanourios, hilf mir, die richtigen Worte zu erahnen, zu finden.

Pausen, Probleme, Panik, Pech.

Es bleibt am Tag eine einzige Pause, um gefühlte unzählige Probleme anzugehen, die einen in nervende Panik versetzen. Tja Pech gehabt.

Zwischen Bergen und Currywurst liegen die Prärien der zuckersüßen Donuts, an ihnen vorbeizukommen, bedarf es eines unerschütterlichen Durchhaltevermögens. Ja, da scheitert es schon bei den Meisten, zumindest bei mir. Ich kann und will einfach nicht einfach nur so am Rewe to Go vorbeigehen, ohne den leckeren, mit weißer Schokolade überzogenen Donut, gekauft zu haben. Einen, vielleicht zwei oder ein Paar mehr…für die netten Kolleginnen auf der Arbeit…das versteht sich.

Doch die Berge einmal hinter sich gelassen, die Prärien durchquert zu haben und dann bei der Currywurst angekommen zu sein, das erfreut einen aufs Höchste.

Es geht hierbei nicht um die Wurst, nein nein nein! Es geht um vieles Mehr. Die Seele baumeln lassen, den Magen voll kriegen und die eine oder andere Lebensweisheit austauschen. Die vom Kummer und die von den Sorgen der Liebe, die von den Kindern, die vom Betrug, die vom Spaß. Heute sind Liebe und Betrug dran. Das liegt mir alles noch schwer im Magen.

Da steht ein netter Imbissverkäufer, irgendwie traurig, soviel potenzial hinter der Theke. Es scheint wie sooft, dass man die Prioritäten anderer nicht in Frage stellen sollte. Vielleicht macht die Arbeit einen dort doch sehr glücklich…Mich zumindest macht die Arbeit dort satt und das ist ja wohl meine Priorität in meiner Pause.

Nachdem dann den Problemen anderer Gehör geschenkt wurde, man das letzte Stück Bratwurst panisch schluckt und sich verbrennt- denn alles fließt nichts steht- versucht man dann auf nette Weise seinen Gesprächspartner abzuwimmeln und sich wieder in die Berge zu stürzen.

Pech….